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WEITBLICK

 

ZENTRUM FÜR SPORT

 

ZENTRUM FÜR SPORTWISSENSCHAFTLICHE UND MEDIZINISCHE DIENSTLEISTUNGEN UND FROSCHUNG

 

ID  | W14.01

ART  | Erweiterung Hochschule Lärchenplatz

AUFTRAGSART  | Wettbewerb

BAUHERR  | Bundesamt für Bauten und Logistik BBL

ORT  | Magglingen, BE

JAHR  | 2014

 

 

 

Erläuterung | Konzept | Idee

 

Die bestehenden Gebäude werden nach Fertigstellung des Neubaus abgebrochen. Die Dreifachsporthalle und die 90 m Indoorlaufbahn komplementieren dann als zweite Etappe die neue Sporthochschule. Die Dreifachsporthalle wird ortsbaulich mit der Aussensportanlage verknüpft. Das „Zentrum für sportwissenschaftliche und medizinische Dienstleistungen und Forschung“  wird bis an die Grenze zum Aussensportplatz geschoben und in der 2. Etappe mit der Indoorlaufbahn verbunden. Auf Provisorien kann so verzichtet werden und der laufende Betrieb störungsfrei, bis zum Umzug in den Neubau, weiter aufrecht erhalten werden.

 

Auch ein Projekt von hoher architektonischer Qualität kann nicht einfach so in den bestehenden Landschaftsraum einfügt werden, ohne diesen zu verändern. Umso wichtiger scheint daher gerade hier, das Gebäudevolumen möglichst kompakt zu halten, um die Veränderung als positiv zu empfinden, aber auch eine hohe Landersparnis zu erzielen. Späteren Entwicklungen auf dem Areal stehen grosse Landflächen zur Verfügung.

 

Optimale Betriebsabläufe und eine hohe Arbeitsplatzqualität sind gestalterische Grundvoraussetzungen einer zeitgemässen Architektur. Grosser Wert wird auf die Trennung von Primär- und Sekundärstrukturen gelegt. Die Analyse des Raumprogramms zeigt viele unterschiedliche Raumanforderungen, aber auch viele Verknüpfungen zwischen eher kleinen Büros und grossen Hallen. Ein innovatives Grundriss-Schnitt-System zu gestalten war uns daher äusserst wichtig.

 

Ein kompakter Baukörper mit geringer Hüllfläche, aber einer maximalen inneren Flexibilität ist entstanden. Grundsätzlich wird das Raumprogramm in zwei grosse Raumgruppen unterteilt. In den Eingangsgeschossen 0 + 1 und auf der Südostseite werden grundsätzlich Bürostrukturen generiert. Nordwestseitig werden die grossflächigen, teils mit Überhöhen geforderten Räume, wie zum Beispiel die Messhalle, angeboten. Beide Raumgruppen können so eine maximale Flexibilität bieten, bleiben also auch in Zukunft veränderbar und können statisch, schalltechnisch und energetisch differenziert behandelt werden, obwohl sie sich gemeinsame Geschosse teilen. 

 

Der Raumbehaglichkeit, sprich Lüftung und Klima, wird grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Bereits in den ersten Entwürfen wurde mit grosszügigen Installationsbereichen, welche sich im Kern zwischen den „Beiden Grossen Raumgruppen“ befinden, gearbeitet. Von dort aus sind die klimatisch unterschiedlichen Raumgruppen leicht erreichbar. Um das gewünschte Label, Gutes Innenraumklima „GI“ zu erreichen, sind so gute Voraussetzungen geschaffen.

 

Das Erreichen von möglichst geringen Erstellungs- und Betriebskosten wird durch die wirtschaftliche und kompakt gehaltene Grundstruktur des Neubaus erleichtert. Geringe Lebenszykluskosten, flexible Grundrisse, pflegeleichte und langlebige Materialien werden bevorzugt. (im Materialisierungsschnitt ersichtlich)

 

Ein statischer Primärstrukturkern deckt alle nötigen Grundbedürfnisse je Geschoss ab. Treppenhaus, Lift, die WC-Anlagen sowie ein Putzraum werden in ihm angeboten. Auch die leicht zugängige technische Versorgung wird mit ca. 15-20 m2 pro Geschoss vorgesehen.

 

Eine maximal mögliche Nutzung erneuerbarer Energie soll erreicht werden. Hierfür werden die heute gängigen Möglichkeiten, soweit sinnvoll, ausgelotet.

 

Verwendung von nachhaltigen, schadstoffreien und recyclierbaren Baumaterialien mit einem tiefen Anteil an grauer Energie und geringen Treibhausgasemissionen, sowie innovative Haustechnik- und Gebäudekonzepte werden leicht einfliessen können. Das Erreichen des Minergie-P Standards sollte dank eines umlaufenden Dämmperimeters ohne Wärmebrücken und der geringen Gebäudehüllfläche leicht erreichbar sein.

 

Der Aussenraum wird der Architektur entsprechend schlicht, beinahe pragmatisch gehalten. Auf eine aufwendige Aussenraumgestaltung kann dank der vorherrschenden, sehr attraktiven Umgebung mit Weit- und Aussicht verzichtet werden. Die Zugänge und Vorplätze werden mit Granitplatten und asphaltiert angeboten. Zierrasen und Magerwiesenflächen wechseln sich um die Gebäude ab. Auch kleine sich widerholende, hochstämmige Baumgruppen bilden einen verbindenden Einfluss. Sich abwechselnde schattige und sonnige Flächen werden mit Sitzbänken angeboten und laden zum Verweilen und Entspannen ein.

 

Die Anlage ist räumlich, strukturell, konstruktiv und technisch auf eine niedrige Umweltbelastung und eine lange Lebensdauer hin optimiert. Mit grosszügigen Räumen, viel Licht und im ganzen Gebäude verteilten Aufenthaltszonen mit Weit- und Aussicht werden dem Nutzer zusätzliche Möglichkeiten der Kommunikation geboten und der Arbeitsort positiv geprägt – die wohl nachhaltigste Investition für die Zukunft.

 

Durch die gewählte kompakte Bauweise wird ein sehr gutes Oberflächen-& Volumenverhältnis erzielt. Mit diesem tiefen A/EBF Verhältnis wird der Energieaufwand klein gehalten und bietet einen wesentlichen Anteil zur Erreichung des Minergie P-Standards.

 

Die Gebäudehülle (Wand & Dach) wird mit einer 26 cm starken Wärmedämmung den Anforderungen an Minergie P-Bauten gerecht. Die raumhohen Verglasungen sind mit 3-fach IV-R Verglasungen mit Holz-Metallrahmen und einem Glas U-Wert von 0.5 W/m2K geplant.

 

Die massive Gebäudestruktur erlaubt eine Nutzung als Wärmespeicher und sorgt im Sommer wie auch im Winter für einen möglichst gleichmässigen Temperaturverlauf in den Räumen. Der sommerliche Wärmeschutz wird mittels einer äusseren Verschattung in Form von halbtransparenten Senkrechtmarkisen erreicht.

 

Die grosszügigen Fensterflächen sorgen für ausgezeichnete Tageslichtqualität. Pro Büroeinheit werden ein grosses, fixverglastes Fenster und zusätzlich je ein schmaler Kippflügel zum manuellen Lüften angeboten.

 

Die Lüftungsanlage ist zur Reduktion der Kanallängen, zur Optimierung der Schachtflächen und für einen optimal der Nutzung angepassten Betrieb in mehrere Anlagen auf dem Dach und im 2. Untergeschoss aufgeteilt. Mit einer CO2 Überwachung wird nur die Luftmenge umgewälzt, welche wirklich notwendig ist.

 

Auf den Dächern wird eine grosse Photovoltaikanlage mit Netzeinspeisung montiert,  welche einen wesentlichen Teil des Strombedarfs decken kann.

 

Die graue Energie wird mit einem minimalen Bauvolumen unter Erdreich und einer einfachen Betonstruktur mit möglichst dünnen Betondecken (teilweise Hohlkörperdecken) optimiert. Beim Einsatz der Baustoffe wird auf Nachhaltigkeit und die Recyclierbarkeit besonderen Wert gelegt. Der Einsatz von Recyclingbeton ist vorgesehen.

 

Die Oberflächen sind innen wie aussen sehr robust und auf eine lange Lebensdauer bei geringem Unterhaltsaufwand ausgelegt. Das hoch wärmegedämmte Gebäude wird mit einer hinterlüfteten Fassadenhaut aus Naturschiefer verkleidet. In sämtlichen Räumen ist eine Akustikdecke vorgesehen, welche den Richtlinien der gültigen SIA Norm entspricht.

 

Die saubere Trennung zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärstruktur erlaubt im Bedarfsfall einfache Anpassungen an geänderte Bedürfnisse und den späteren Rückbau der Anlage. Schalltechnisch werden intern die Anforderungen der Stufe 2 der SIA 181 eingehalten. Gegen Aussenlärm sind keine Massnahmen notwendig. Für ein optimales Arbeitskllima sind alle Sportaktiv- und Arbeitsräume mit wirksamen Akustikdecken ausgerüstet.

 

Fundation: Untergeschoss reicht bis in den felsigen Untergrund. Damit sind Flachfundationen möglich. Unter den Treppenhäusern und dem Lift sind hohe Lastkonzentrationen ohne besondere Massnahmen realisierbar.

 

Konstruktion Statik: Die Bodenplatte wird als Flachfundation in Beton ausgebildet, ebenso die Wände in den Untergeschossen (Niveau -1, -2). Die Decke über dem Foyer/Hörsaal liegt auf dem hohen Unterzug der zwischen Foyer und Hörsaal. Diese Decke bildet den Boden für die Sportphysiologie Ausdauer, Labors 1, 5 und 6. Falls in diesen Labors mit Gewichtgeräten, Laufbändern etc. gearbeitet wird, empfehlen wir eine Lärm- und Vibrationsdämmung (HBT-ISOL). Dasselbe gilt für die Sportphysiologie Kraft Messhalle. Die Decken über den Labors und über der Kraftmesshalle werden als Rippendecken ausgebildet.

 

Erdbeben: Die Gebäude liegen infolge des felsigen Untergrundes in der kleinsten Erdbebenklasse. Trotzdem müssen durchlaufende Wandscheiben vorhanden sein. Dies ist einerseits in den Kernen (Treppenhäuser und Lift) gegeben und andererseits in den Fassaden möglich.

 

Statik Dreifachsporthalle: Bodenplatte und Wände im Untergeschoss sind normale Betonkonstruktionen. Für den Hallenboden empfehlen wir eine Trittschalldämmung (HBT-ISOL). Die Decken im Garderoben- und Lagerbereich sind Flachdecken. Die Hallendecke ist eine isolierte Stahlkonstruktion.

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